28 Grundschule Loikum – Wertherbruch

Lernen im behüteten Rahmen

Nach dem 2. Weltkrieg wurde die 1900 erbaute zweiklassige Volksschule neben der Kirche zu klein. Durch die vielen Flüchtlinge war die Einwohnerzahl deutlich angestiegen. Bereits am 30. Januar 1947 wurde der von der Kirchengemeinde zur Verfügung gestellte Konfirmandensaal für eine dritte Schulkasse genutzt.

1950 beriet der Wertherbrucher Gemeinderat über eine Erweiterung der Schule. Für drei Schulklassen standen nur zwei Klassenräume zur Verfügung. Der Schichtschulunterricht wirkte sich sehr ungünstig sowohl für die Kinder als auch für die betreffenden Familien aus. Die Regierung lehnte jedoch einen seitlichen Anbau ebenso wie eine Aufstockung des Schulgebäudes ab. Die Bemühungen, ein geeignetes Grundstück für einen Neubau zu erwerben, blieben über Jahre erfolglos. Nach dem es noch im März 1958 um abgeänderte und ergänzte „Pläne für den Um- und Erweiterungsbau der ev. Volksschule“ geht, berichtet der Architekt am 6. Februar 1959 im Rat über die „Verhandlungen mit der Bezirksregierung in Düsseldorf betr. Neubau der Schule, Neubau von zwei Dienstwohnungen sowie den evtl. Neubau einer Turnhalle“.

Am 19. November 1959 stellt der Rat fest, dass die Schulaufsichtsbehördliche Genehmigung für folgende Gebäude erteilt und die Finanzierung festgelegt ist: Neubau einer 4-klassigen evangelischen Volksschule mit Aborttrakt, Fahrradunterstellraum, Gymnastikhalle und Lehrerdoppelwohnhaus.

Dann ging es schnell: Der Unterricht in der neuen, modern eingerichteten Volksschule begann am 29. Mai 1961.

Die Neukonzeption des Schulwesens in Nordrhein-Westfalen brachte im Jahr 1968 die Auflösung der Volksschulen in selbständige Grund- und Hauptschulen. Die Schüler des 5. bis 8. Schuljahres besuchten nunmehr die Hauptschule in Haldern.

Ab 1970 wurden die Grundschulen in Loikum und Wertherbruch zur Grundschule Loikum-Wertherbruch zusammengelegt.

Im Herbst 1974 wurde ein Erweiterungsbau fertiggestellt.

Viele Jahre konnte die Schule unter der Leitung von Herrn Wingerath und später von Frau Brunsiek eigenständig bleiben.

Im Jahr 2013 fielen die Schülerzahlen unter die erforderliche Grenze von 92 Kindern, so dass ein Zusammenschluss notwendig wurde, um den Standort zu erhalten.

Seit 2014 ist die Grundschule ein Teilstandort der Grundschule Mehrhoog, von dort leitet Frau Sartingen die Geschicke, während Frau Fritzen sich vor Ort um die Belange kümmert.

Seit vielen Jahren werden in Wertherbruch Schüler inklusiv beschult und in den kleinen Klassen gut betreut. Schüler aus allen Hamminkelner Ortsteilen sowie aus Werth, Isselburg und Mussum besuchen unsere Dorfschule.

In den letzten Jahren gab es zahlreiche Umbaumaßnahmen. Besonders die OGS musste aufgrund stark steigender Schülerzahlen mehrfach erweitert werden, aber auch in energetische Verbesserungen und in die Digitalisierung wurde vom Schulträger investiert.

Damit ist die Grundschule zukunftsfähig aufgestellt und erfreut sich wieder steigender Schülerzahlen.

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