Jubiläumsfeier bei strahlendem Sonnenschein

Die Sonne strahlte mit den Verantwortlichen der Alten Herrlichkeit um die Wette, als diese am vergangenen Sonntag die Gäste zur Jubiläumsfeier begrüßten. Beim Aufbauen am Tag vorher hatte es noch in Strömen geregnet, aber pünktlich zum Festbeginn verzogen sich die Wolken.

Neben Bürgermeister Bernd Romanski waren auch Karin Vogler-Dieudonné von der LAG Lippe-Issel-Niederrhein und Tobias Henrichs von der Nispa der Einladung der Alten Herrlichkeit gefolgt. Heinz Weyer, Mitbegründer, langjähriger Vorsitzender und Ehrenmitglied der Alten Herrlichkeit sowie weitere Gründungsmitglieder und ehemalige Vorstandsmitglieder zählten zu den Gästen. Abordnungen der benachbarten Heimatvereine mischten sich mit weiteren zahlreichen Besuchern.

Manfred Tebbe begrüßte die anwesenden Gäste und blickte zurück auf die 25-jährige Vereinsgeschichte. Gegründet im Jahr 1997 mit 22 Teilnehmern sind es heute über 260 Mitglieder, die den Verein unterstützen. Zahlreiche Aktivitäten gab es in den vergangenen Jahren, das jährliche Doppelkopfturnier zählt zu den größten im nahen Umfeld. Die historische Ernteaktion mit wechselnden Nachbarschaften, das Binden und Aufstellen der Erntekrone vor der Kirche zum Erntedankfest gehört ebenfalls zu den festen jährlichen Aktivitäten. Ausstellungen, Ausflüge, Fahrradtouren, die große Isselwanderung 2010 oder das historische Dreschfest 2008 auf dem Isseldeich waren weitere Highlights.

Eine große Aufgabe der Alten Herrlichkeit war und ist es, die Infrastruktur zu erhalten und zu verbessern. Dazu gehörte der Einsatz für die Radwege nach Loikum und Werth. Aktuell steht noch der Radweg nach Mussum im Focus.
Zusammen mit dem Bürgerbusverein wurde der RLJ-Treff an der Wertherbrucher Straße zum Bürgertreff und zur Bürgerbusgarage umgebaut, eine Remise und eine Pergola aufgebaut und das verwilderte Eckgrundstück in den schmucken Bürgerpark verwandelt. Beim Aufstellen des Ständebaums am 30. April 2012 war das ganze Dorf dabei, jeder Verein konnte sein Wappen am Ständebaum anbringen, seitdem gibt es auch das jährliche Ständebaumfest.

Mit der Zukunftswerkstatt und den daraus entstandenen Arbeitskreisen im Jahr 2017 entwickelte sich für das Dorf eine neue Dynamik. So konnte nach einer sehr erfolgreichen Spendenaktion in nur drei Jahren eine stimmungsvolle Weihnachtsbeleuchtung im Dorfkern installiert werden. Der Glasfaserausbau wurde unterstützt, in der Rodehorster Allee neue Esskastanien angepflanzt, das Baugebiet „Siemensweide“ auf den Weg gebracht. Das neue „Repaircafe“ im Bürgertreff fand auch schon regen Anklang.

Heinz Weyer stellte danach die Geschichtspfade der Region Wertherbruch vor. Er freute sich sehr, dass nun die geleistete Arbeit sichtbar ist. Seit 2018 wird daran gearbeitet, an über 20 Stationen wird die Geschichte des Ortes erlebbar, 3 Übersichtstafeln runden den Geschichtspfad ab. Die offizielle Eröffnung durch Enthüllung einer Übersichtstafel nahmen Bürgermeister Bernd Romanski, Karin Vogler-Dieudonné, Tobias Henrichs und Heinz Weyer vor. Mit einem „Werderbroeker Flietwater“ aus dem Jahr 1996 wurde auf das Ereignis angestoßen.

Nach dem offiziellen Teil nutzten viele Besucher die Gelegenheit, bei den angebotenen Führungen erste Eindrücke vom neuen Geschichtspfad zu bekommen. Ursula Meyer stellte die Stationen rund um Kirche und Pastorat vor, Frank Flores erklärte die Stationen an der Wertherbrucher Straße und Heinz Weyer spazierte mit seiner Gruppe zu den Stationen am Ehrenmal und der Alten Post.

Der Jubiläumskalender für 2023 mit Motiven aus den vergangenen 25 Jahren wurde von Susanne Wulke verkauft und fand schon guten Absatz. Wer noch einen (oder mehrere) Kalender (Preis: 5 €/Stück) erwerben möchte, wende sich bitte an die Vorstandsmitglieder.

Bei Kaffee und Kuchen oder kühlen Getränken im Zelt, beim Betrachten der Bilderausstellung in der Bürgerbusgarage oder bei den Führungen: Es gab viel zu entdecken, man fand sich auf den Bildern wieder und es gab reichlich Zeit und Gelegenheit zu Begegnungen und guten Gesprächen.

Es war eine rundum gelungene Jubiläumsfeier, wir nehmen den Zuspruch und die Wertschätzung als Ansporn und Motivation für weitere gute Arbeit für unser Dorf Wertherbruch. Der Vorstand dankt allen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben.

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