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Isselwanderung der “Alten Herrlichkeit” war einmaliges und unvergessliches Erlebnis
Donnerstag, 6. Mai 2010, 20:13 Uhr

Bei herrlichstem Wetter starteten am Freitag, den 23.04.10 die Teilnehmer zur Isselwanderung. Per Bus ging es von der Bürgerhalle in Wertherbruch zur Isselquelle in Raesfeld. Von dort ging es gut gelaunt zuerst auf Wirtschaftswegen, dann am Isseldamm entlang zum ersten Tagesziel an der Bärenschleuse in Obrighoven.

Kleine Pausen unterwegs an idyllischen Plätzen wurden auch zum gemeinsamen Singen genutzt. Aus der Sammlung von Wanderliedern von Heinrich Weyer hatte Ankie Weidemann ein kleines Liederheftchen erstellt, diese wurden bei Beginn der Wanderung an die Teilnehmer verteilt und auch eifrig genutzt.

Für die Lunchpakete unterwegs hatten Andrea Nienhaus und Theresia Weyer eingekauft. Versorgt mit Getränken, Äpfeln, Bananen, Mettwurst und Schokoriegeln musste unterwegs niemand Hunger leiden.  Der erste Teil der Wanderung war sehr abwechslungsreich. Teilweise befestigte Straßen, teilweise frischer Sand und dann wieder grasbewachsene Wege. Abwechslung brachten auch kleine bewaldete Abschnitte, so dass man nicht nur in der prallen Sonne gehen musste. 

Zur Mittagspause in Marienthal kam der grüne Kaffee-Express. Hermann Termath brachte frisch gebrühten Kaffee und auch Nachschub an gekühlten Getränken. Es tat gut, auch kurz sitzen zu können. Elisabeth Naves hatte den Kaffee-koch-dienst für die drei  Wandertage übernommen.  

Ein Besuch im Otto-Pankok-Museum in Drevenack rundete den ersten Tag ab. Eva Pankok beeindruckte die Teilnehmer mit ihren Ausführungen zum Werk ihres Vaters.

Gegen 17.00 Uhr war das erste Ziel an der Bärenschleuse erreicht. Etwas erschöpft wurden die Wanderer zum Gasthaus Kölker in Wertherbruch chauffiert. Hier erwachten die Lebensgeister bei kühlen Getränken und einem ausgezeichneten Essen wieder.

Der nächste Tag begann mit einem köstlichen reichhaltigen Frühstück im Cafe Waldsee. Gut gestärkt und wieder mit einem Lunchpaket versorgt brachte der Bus alle wieder zur Bärenschleuse in Obrighoven. Hier erwartete uns schon die Presse (NRZ) zu einem Fototermin. Die zweite Etappe konnte bis Ringenberg komplett am Isseldamm entlang gewandert werden. Man hatte unbekannte Einblicke in die Landschaft zwischen Wesel und Hamminkeln, an viele Stellen kann man nur zu Fuß hinkommen.

Nach der Kaffeepause am Schloß Ringenberg ging die Wanderung auf asphaltierten Strecken weiter. Die Sonne meinte es wieder gut  und  so waren alle froh, als der Wertherbrucher Kirchturm zu sehen und dann auch das Etappenziel, die Grillhütte in Wertherbruch erreicht war. Horst und Maria Westerfeld hatten schon alles vorbereitet. Zuerst war aber noch Fussball-Fieber angesagt. Die Schalke-Fans konnten sich dann über einen Sieg gegen Berlin freuen und die Hoffnung auf die Meisterschaft keimte wieder auf. 

Bei kühlen Getränken und leckeren Steaks und Salaten ließ es sich dann gut aushalten. Im strahlenden Sonnenschein bis zum Abend mit Trecksack-Musik und gemeinsamen Liedern kam Lagerfeuer-Romantik auf. Einige verbrachten den Abend auf Socken, da die Füsse doch schon etwas schmerzten oder Blasen verarztet werden mussten. 

Am Sonntagmorgen konnten wir nach dem Frühstück direkt vom Cafe Waldsee loswandern. Auf dem Isseldeich erwartete uns schon Familie Werner Westerfeld mit einer kleinen Wegzehrung. Nach einem kurzen Ständchen ging es weiter zum Gut Rodehorst. Hier empfingen uns die Besitzer Frau Dr. von Berg und Professor Dr. Berdel zu einem Rundgang. “Rodehorst ist ein Begriff, aber die meisten von uns haben hier noch nicht gestanden”, so begann der Vereinsvorsitzende der “Alten Herrlichkeit” Heinz Weyer seinen Kurzvortrag über die Geschichte des seit 1998 unter Denkmalschutz stehenden Anwesens. Im strahlenden Sonnenschein auf der Terrasse wurden die Wanderer mit Sekt und Saft bewirtet. Zum Dank für den herzlichen Empfang stimmte der Wandererchor das Lied “Am Brunnen vor dem Tore” an. 

Weiter gings über den Isseldeich nach Werth zur Werther Mühle. Hier erwartete uns Johann Radstaak, der alle mit seinem Wissen über und seiner Führung durch die Werther Mühle faszinierte.  Der Zeitplan geriet schon etwas ins Schwanken, als wir nach dem Singen des Liedes “Es klappert die Mühle am rauschenden Bach” wieder am Isseldamm Richtung Isselburg unterwegs waren. Es erwartete uns noch Überraschungs-Rucksack von Markus Thesing, der leider am falschen Isselufer deponiert war. Dieter Hübers erbarmte sich, watete durch die Issel und brachte den Rucksack an die richtige Seite, damit der Inhalt auch “vernichtet” werden konnte.

Ohne weitere Zwischenfälle wurde Isselburg erreicht. Die Kaffeepause vor dem letzten Wegstück fand auf dem Marktplatz statt. Es bewölkte sich und beim Laufen Richtung Anholt fielen auch einige Tropfen Regen, es reichte aber nicht zum Nasswerden. Immerhin versteckte sich die Sonne jetzt etwas und zum Wandern war es sehr angenehm. Gegen 16.00 Uhr war das Ziel der Wanderung, Gut Hardenberg an der holländischen Grenze erreicht.

Der Bus brachte alle zum Abschluss der Wanderung zur Werkstatt von Heinz Weidemann. Hier erwartete uns eine gedeckte Kaffeetafel inmitten wunderschön restaurierter Trecker. Ein herzlicher Dank an die Kuchenbäckerinnen und die Helfer und Helferinnen.   

Ein interessantes und erlebnisreiches Wochenende liegt hinter uns. Perfekt gepasst hat alles, das Wetter, die Stimmung, das Erlebnis in wunderschöner Frühlingslandschaft. Man muss gar nicht weit fahren, die Issel ist schon eine Reise wert.

Heinz und Ankie Weidemann haben die Wanderung im wesentlichten geplant und auch dokumentiert, so dass sie auch privat wiederholt werden kann.

Eine Nachlese in Bildern wird auf dieser Seite noch veröffentlicht. Zu einem Nachtreffen der Teilnehmer wird die “Alte Herrlichkeit” noch einladen.

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