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Förderverein Grundschule
Sonntag, 2. November 2008, 18:33 Uhr

Wenn Guido Bauhaus den Hof der Grundschule Wertherbruch betritt, ist dies für ihn eine Reise durch die Zeit. Als gebürtiger Wertherbrucher hat er hier früher selbst die Schulbank gedrückt. Aber auch die Gegenwart und Zukunft beschäftigen den Familienvater. Zum einen lernt hier seine Tochter, zum anderen ist er Vorsitzender des Fördervereins und macht sich Gedanken um die Zukunft der Gemeinschaftsgrundschule Loikum-Wertherbruch.

Für Guido Bauhaus ist es keine Fage, Schulleiterin Marion Brunsiek und das Lehrerkollegium leisten hervorragende Arbeit. Die gilt es zu unterstützen. Denn es ist keine einfache Situation für eine kleine Schule, wie sie es in Wertherbruch nunmal ist. Die Klassen sind einzügig, das mögen die Eltern gut finden, für die Existenz einer Mini-Grundschule ist dies nicht immer förderlich.

Deshalb sind Anfang des Jahres elf Wertherbrucher - von denen ein Großteil selbst hier zur Schule gegangen ist - auf die Idee gekommen, ihre alte Schule idell und finanziell zu unterstützen. Ihr Ziel: “Den Standort attraktiv halten, damit er erhalten bleibt”, sagt Guido Bauhaus.

Und das ist allein mit öffentlichen Mitteln leider heute in vielen Orten nicht immer  zu gewährleisten. Obwohl, und hier bricht Bauhaus eine Lanze für die Stadt Hamminkeln, die Grundschule Loikum-Wertherbruch ganz gut dasteht. Im kommenden Frühjahr sollen etwa fünf neue PCs angeschafft werden. “Aber die öffentlichen Mittel reichen nicht immer aus, um alle Wünsche für Unterrichtsmaterial und Spielgeräte zu erfüllen. Hier wollen wir als Förderverein sinnvoll eingreifen.” Wir, das sind bis jetzt 72 Mitglieder, die mitmachen und mit einem Jahresbeitag von 12 Euro dieses Ziel unterstützen.

Was die Gewichtung angeht, haben sich die Werterbrucher im Vorfeld bei anderen Fördervereinen umgehört. “Die einen machen mehr Projektarbeit aktiv, andere unterstützen materiell”, erzählt Bauhaus. “Wir versuchen eine Mischung aus beidem.” Dem Vorstand um die beiden Vorsitzenden Guido Bauhaus und Bianca Termath geht es aber nicht nur darum, dort einzuspringen, wo akuter Bedarf besteht, sondern auch um Nachhaltigkeit.

Und so hat man sich bereits Gedanken um mögliche Langzeit-Projekte gemacht, die den Unterricht ergänzen könnten. Etwa eine Ernährungsberatung oder Workshops zur Stärkung der sozialen Kompetenz und Selbstfindung. Dies passt auch zum Vereins-Motto, das sich auch im Logo des Fördervereins wiederfindet: “Kinder stärken durch eine starke Gemeinschaft.”

Das alle Projekte in enger Abstimmung mit Schulleiterin Marion Brunsiek und dem Lehrerkollegium geplant sind, darauf legen die Eltern besonderen Wert. Um die Arbeit des Vereins im Dorf bekannter zu machen und einen engen Kontakt zu den Eltern und andereren Förderern aufzubauen, soll in naher Zukunft auch eine eigene Internetseite an den Start gehen. Außerdem werden in der Schule ein schwarzes Brett und ein Briefkasten montiert.

(Dieser Artikel wurde in der NRZ vom 11.10. veröffentlicht)

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