Dorfbegehung am 27. April 2018

Am vergangenen Freitag fand auch in Wertherbruch, so wie in allen anderen Ortsteilen der Stadt Hamminkeln, um 15.00 Uhr die Dorfbegehung statt. Frau Bodem vom Planungsbüro frauns aus Münster sowie Herr Hapke, für den Bereich Wirtschaftsförderung der Stadt Hamminkeln tätig, starteten am Bürgertreff mit ca. 20 interessierten Bürgerinnen und Bürgern aus Wertherbruch den Rundgang durch das Dorf. Zuerst wurde ein kurzer Abstecher zum Ehrenmal gemacht, wo auf die Erweiterung/Ergänzung der Gedenktafeln hingewiesen wurde. Aufgrund von intensiven Nachforschungen des historischen Arbeitskreises, könnten neue Namen der in den Weltkriegen gefallenen Opfer hinzugefügt werden. Nachdem ein kurzer Einblick in die restaurierte Mühle und ein Blick Richtung Cafe Waldsee geworfen wurde, ging die Gruppe zum Pastorat, wo die Pfadfinder auf ihre beengten Unterkunftsmöglichkeiten aufmerksam machten. Die Jugendarbeit der Pfadfinder ist aufgrund der begrenzten Räumlichkeiten, insbesondere bei schlechtem Wetter, fast nicht mehr realisierbar.

An der Kirche war eine provisorische Hinweistafel mit QR-Codes aufgebaut worden, die beispielhaft zeigen sollte, welche Informationen diese Tafeln zukünftig enthalten, um auf die örtlichen historischen Sehenswürdigkeiten hinzuweisen. Am Dorfplatz zeigte eine großformatige Karte von Wertherbruch und Umgebung, welche Rad- und Wanderrouten wo entlang und an welchen interessanten Punkten vorbeiführen könnten.

Anschließend wurde auf die unschöne Grabenlösung im Dorf sowie die schwierige Verkehrssituation an der Ecke Schul-/ Provinzialstraße hingewiesen. Besonders an der vielbefahrenen Schulstraße, Zuwegung zur Schule, zur Bürgerhalle, zum Sportplatz, zum Feuerwehrgerätehaus und in die Siedlungen kommt es immer wieder zu sehr gefährlichen Situationen, die die Wertherbrucher gerne entschärft hätten. 

Bevor die Gruppe in die Bürgerhalle hinein ging, um dort über die zukünftige technische Ausstattung der größten Halle im Stadtgebiet und die Gestaltung des Vorplatzes zu sprechen, 

wurde die Grundschule mit der Turnhalle, der offenen verlässlichen Ganztagsbetreuung (zurzeit von 26 Kindern genutzt), der Spielplatz und der neue Soccerplatz mit Kunstrasen besichtigt. Aufgrund des guten Wetters spielten dort überall Kinder.

Der Sportverein stellt anschließend die unzureichenden Nutzungsmöglichkeiten des Rasen- sowie des Ascheplatzes bei schlechtem Wetter dar. In diesem Fall sei das Trainieren und Bespielen beider Plätze aus unterschiedlichen Gründen zeitweise überhaupt nicht möglich.

Zum Abschluss machte die wieder aktive Ortsgruppe Wertherbruch der Rheinischen Landjugend auf einen nicht vorhandenen Gruppenraum aufmerksam. Es sei sehr schwer, Programm und Aktivitäten für die Jugendlichen zu planen, wenn kein fester Standort vorhanden sei.

Zusätzlich wurden während des Rundgangs und im ausgearbeiteten Skript auf folgende Punkte hingewiesen: schlechter Glasfaserausbau im Außenbereich, geplante Willkommenskultur für hinzugezogene Bürger, Erweiterung der Wohnbebauung, Aktionen der Gruppe Für- u. Miteinander für Senioren, die mangelhafte Nahversorgung im Ort, Einrichtung von e-bike-Ladestationen an verschiedenen Stellen im Ort, Bürgerwiese mit Patenbäume, die zur Taufe oder Hochzeit angepflanzt werden könnten, fehlende überörtliche Beschilderung der Radwege Richtung Wertherbruch sowie die Aufnahme des seit über 6 Jahren existierenden Radwegs entlang der Provinzialstraße in die Radwanderkarten.

Alle Arbeitskreise der Zukunftswerkstatt sowie die beteiligten Vereine hatten zu ihren Projekten jeweils ein eigenes Handout für Frau Bodem vorbereitet, das im Anschluss übergeben wurde. So konnte Frau Bodem, begeistert von der Vorbereitung und der Beteiligung während des Rundgangs sowie von der Mitarbeit der Vereine, nach 2 Stunden mit einem Rucksack voller Unterlagen zurück nach Münster fahren. Zuvor machte sie jedoch nochmals auf die „Frage der Woche“ aufmerksam, an der sich möglichst viele Bürger beteiligen sollten. Der Link dazu: https://www.hamminkeln.de/de/inhalt/zukunft-hamminkeln-2030/

Wertherbruch hat einen positiven Eindruck hinterlassen. Bleibt zu hoffen, dass in Zukunft Gelder aus den Fördertöpfen des Landes NRW auch für Wertherbrucher Projekte fließen werden.

 

 

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